"Corona-Krise" - meine Gedanken

 

 

Ihr Lieben,
 
ich hoffe, es geht euch und euren Familien gut. Sämtliche Veranstaltungen sind abgesagt, öffentliche Einrichtungen sind geschlossen, viele von uns befinden sich im HomeOffice und soziale Kontakte sind auf das Nötigste eingeschränkt. Das alles schafft Zeit für anderes. Ich hoffe, ihr könnt diese zwangsverordnete Entschleunigung für euch nutzen. Ich hoffe, ihr genießt die Sonne und die Natur, das Familienleben. Ich hoffe, ihr seid voller Freude und lacht ganz viel, das ist ein guter Schutz vor jeder Krankheit. Ich hoffe, ihr genießt die freie Zeit, die uns allen geschenkt wurde. Dieses Geschenkt kommt in einer merkwürdigen Verkleidung daher, vielen macht das Angst, es entstehen Panik und Hysterie.
Es ist wichtig, sich da nicht hinein zu begeben. Die Angst nicht zu nähren, sondern in das Vertrauen zu gehen, in uns zu gehen und in uns hineinzuhorchen und herauszufinden: Was will mir diese Situation zeigen? Welche ist meine persönliche Botschaft, die mir das Virus überbringt?
 
Viele von uns haben sich in den letzten Jahren wieder und wieder gewünscht, mehr Zeit für sich selbst zu haben, für unsere Lieben und für die Dinge, die wir wirklich gerne tun, die uns am Herzen liegen. Morgens später aufzustehen, um wirklich ausgeschlafen und voller Kraft in den Tag zu starten und freudvoll an unsere Arbeit zu gehen. Weniger durch den Alltag zu hetzen, von einem zum nächsten Termin. Viele von uns haben sich gefragt, wie wir es endlich schaffen könnten, die Verschmutzung unserer Umwelt zu reduzieren. 
Genau jetzt durchleben wir eine sehr besondere Zeit. Sie zwingt uns förmlich dazu, genau diese Bereiche genauer zu betrachten. Sie birgt ein enormes Potential und die große Chance für einen Richtungswechsel. Es ist erstaunlich, wie blitzschnell die Natur reagiert und regeneriert, wenn sie nur die Chance dazu bekommt, sich ein bisschen mehr zu entfalten, weil die Menschheit etwas zurück tritt und der Natur etwas mehr Raum lässt. Es ist erstaunlich, wie eng wir plötzlich zusammen rücken, nicht körperlich, sondern ganz echt im Herzen, alte Freunde kontaktieren, mit Nachbarn ins Gespräch kommen, uns ganz ernst gemeint gegenseitig fragen, wie es dem anderen geht, unsere Hilfe anbieten, auf den Balkonen und an geöffneten Fenstern miteinander singen. Unsere innere Isolation und Oberflächlichkeit löst sich auf.

 

Ich hoffe, dass wir nie mehr zur gekannten Normalität zurück kehren werden. Ich wünsche mir, dass Venedigs Kanäle weiterhin klares Wasser führen und alle Gewässer der Erde wieder sauberer werden. Ich wünsche mir, dass wir Menschen weiterhin gemeinsam musizieren, dass in den Familien weiterhin zusammen gespielt, gebastelt und gebacken wird. Ich wünsche mir, dass weiterhin mehr und mehr Gemüse- und Blumenbeete in den Gärten angelegt werden. Ich wünsche mir, dass wir weiterhin die Zeit und Muse für Kreativität finden werden. Ich wünsche mir, dass wir uns weiterhin gegenseitig unterstützen, füreinander da sind und mitfühlend miteinander umgehen. Ich wünsche mir, dass die Luft weiterhin so sauber bleibt, wie sie jetzt gerade ist und die Vögel lauter bleiben als der Auto- und Flugverkehr. Ich wünsche mir, dass wir weiterhin unser Leben ohne diesen enormen Zeitdruck erfahren und genießen dürfen. Ich wünsche mir, dass wir unsere Beziehung zum Leben, zu unseren Mitmenschen, zu unserem Konsum und zu uns selbst überdenken und erkennen, was uns wirklich wichtig ist. Und dann mit dieser Einsicht auch den Mut haben, die nötigen Schritte zu tun.

 

Ich möchte gerne weiterhin in Kontakt mit euch bleiben und meine Unterstützung anbieten. Bei den Terminen findest du Informationen zum online Yoga im virtuellen Yogaraum.

 

Anmeldungen zum online Yoga gerne über das Kontaktformular.

 

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